#121

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 21.06.2016 23:04
von __Stefan__ • 288 Beiträge

Danke an alle Teilnehmer des ZUT von meiner Frau! Waren die Eibsee-Trails noch vor dem Wochenende durch neuen Schotter mit dem MTB etwas ruppig zu fahren, so sind sie jetzt schön platt getreten und extrem "flowig". Sie ist glücklich.

Schön das sich der Event nun etabliert hat, für die Region hier wirklich eine Bereicherung. Wegen der Strecke im Bereich Schloss Elmau, da geht einfach von der Unteren Naturschutzbehörde nicht mehr. Während Politiker da mit Hubschraubern landen dürfen (G7 gipfel) oder Jäger mit ihren dicken SUVs hin und her fahren dürfen, so werden ein paar Läufer für einen Tag im Jahr als Gefährdung für die Natur betrachtet. Und das neben einem Truppenübungsplatz. Na ja, so ist das hier, muss man nicht alles verstehen.

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#122

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 21.06.2016 23:16
von Neckarine • 798 Beiträge

Warum schreiben immer wieder welche, das sie "nur" Strecke XYZ gelaufen sind? Das ist doch Mumpitz diese Kleinrednerei.
Als ob nur die 100 wirklich zählen würde...


Wer aufhört besser zu werden hat aufgehört gut zu sein (E. Mörike)

http://trailrennerei.wordpress.com/
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#123

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 22.06.2016 06:51
von Lena Schindler • 6 Beiträge

@ neckarine
Das mit dem "nur" habe ich geschrieben, weil ich über den ersten Teil der Strecke halt daher nichts berichten kann. Außerdem hatten sich vorher fast nur 100k-ler geäußert und daher der Zusatz. Für mich waren die 80 an dem Tag genau richtig und kein "nur", trotzdem ist es nunmal eine andere Distanz/ Hausnummer.

Ob man das dann am "Mumpitz" bezeichnen muss, sei mal so dahingestellt (das Wort benutz ich als Bayer sowieso nicht...).

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#124

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 22.06.2016 07:48
von dermitdemhut • 169 Beiträge

Mir ist Kleinrederei hundertmal lieber. Ich hab am Wochenende genug Heldengeschichten gehört.
Ich bin den Basetrail XL gelaufen und es sprach genau meinem Leistungsniveau mit dem Ziel den Lauf zu geniesen. Das hab ich auch gemacht.


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#125

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 22.06.2016 09:16
von MagnumClassic • 43 Beiträge

Hatte auch beim Versuch, den 100er anzugehen, ein DNF kassiert. Trotz reichlicher Trail- und Bergerfahrung. Oder vielleicht auch gerade deshalb? Oder war's doch ein rein mentales Problem? Hmmm...

Irgendwie wollten die Kilometer nicht weggehen und auf den ersten 20 km wurde, bzw. fühlte ich mich durchgereicht. Bergauf ist einfach nicht meine Stärke. Die jeweiligen Abstände zu den Cut-Off-Zeiten sprachen jedoch eine ganz andere Sprache. Nach V2 hatte ich dann endlich meinen Rhythmus gefunden und konnte manchmal sogar bergauf überholen und es downhill so richtig krachen lassen. Gefühlt gingen jedoch die Kilometer immer noch dröge weg. Endlich erreichten wir V5, wo Starkregen eingesetzt hatte. Wir hatten "trotzdem" die Klamotten gewechselt (jetzt "lang") und dadurch die Regenphase aussitzen können. Ich versuchte, optimistisch zu sein, zumal wir ja nun auf dem zwar drögen flachen Abschnitt Strecke machen konnten. Hier konnte ich sogar meinen Partner ziehen. Doch dann ging's los mit dem Dauerregen. Da wir ja auch letztes Jahr dabei waren und den ZUT im Dauerregen bestritten hatten, wusste ich, was das hieß. Letztes Jahr hatte mir das überhaupt nichts ausgemacht, dieses Mal dagegen schon. Es war klar, dass es auf der Längenfelder Station nochmals 'ne ganze Ecke kälter (und nässer ) werden würde.

Wir sind dann noch ein paar wenige Km nach V7 am Ferchensee weitergelaufen, aber dann war bei mir der Ofen aus. Mental, Kreislauftechnisch und trotz Bewegung hatten wir gefroren. Eine längere Pause an V7, um nochmals Motivation und Kraft zu schöpfen, verbot sich von selbst, weil man sonst zu schnell ausgekühlt wäre. Man mag ja dazu stehen, wie man will, aber die letzten ca. 30 km zu wandern? Dazu hatten wir keinen Bock. Schließlich ist es eine Laufveranstaltung. Bei 10 oder 15 km lasse ich mir das ja noch eingehen, aber 30 km? Nä.

"An solch einem Tag muss einfach alles passen und dafür bedarf es eben auch ein Kännchen Glück. Da kann man noch so gut vorbereitet sein, wenn der Körper an diesem bestimmten Tag nicht kann, dann lässt sich das nicht ändern. Jeder kann und darf und soll seine eigenen Grenzen setzen, inwieweit man gehen will für ein Finish."
Da kann ich nur beipflichten.

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#126

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 22.06.2016 09:33
von Taste_of_ink • 330 Beiträge

Zitat von dermitdemhut im Beitrag #124
Mir ist Kleinrederei hundertmal lieber. Ich hab am Wochenende genug Heldengeschichten gehört.
Ich bin den Basetrail XL gelaufen und es sprach genau meinem Leistungsniveau mit dem Ziel den Lauf zu geniesen. Das hab ich auch gemacht.


Zumal der Basetrail XL ja auch mittlerweile "Erwachsen" geworden ist mit fast Marathondistanz. Und die Teilnahme von Stevie Kremer hat ja auch gezeigt, dass das eine vollwertige Distanz ist. Bei dem leider von vielen betriebene "Schwanzvergleich", wer den längsten, härtesten und was weiß ich was für einen Lauf macht, muss man definitiv nicht mitmachen. Man macht das für sich und irgendwie sollte das ganze ja auch Spaß machen.


Wer auf befestigten Wegen läuft hinterlässt keine Spuren!
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#127

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 22.06.2016 09:54
von Neckarine • 798 Beiträge

Ich finde, das man sein eigenes Tun, egal für welche Streckenlänge man sich entschieden hat, nicht klein zu reden braucht. Viele haben hier in diesem Thread vor der Veranstaltung gepostet, das sie ja "nur" den Basetrail oder die XL-Variante laufen. Das braucht es doch nicht. Für mich vermittelt dann der Schreiber oder die Schreiberin, das er sich "klein" fühlt im Gegensatz zu denen, die auf den längeren oder gar der längsten Strecke unterwegs sind.

Keiner, egal ob kurze oder lange Strecken, Finish oder DNF, braucht sich nicht selbst klein machen.

Ich wollte ganz bestimmt niemandem zu Nahe treten.


Wer aufhört besser zu werden hat aufgehört gut zu sein (E. Mörike)

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#128

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 22.06.2016 12:37
von dermitdemhut • 169 Beiträge

So fühl ich mich auch. Als hätte ich nix geleistet. Kann aber mein Können soweit einschätzen, dass der Supertrail ein Risiko gewesen wäre. Ich wusste, dass außer wenn ich stürze, ich das Ding relativ sicher finishe. Ich hab am Wochenende gefühlt hundert mal gehört "ach du läufst nur den BXL?", "Dafür binde ich mir ja nicht mal die Schuhe" etc. Da kann man noch so viel Selbstvertrauen haben, irgendwann hat man das "nur" eingespeichert.


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#129

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 22.06.2016 12:48
von fiveten • 777 Beiträge

ich hab den Vorteil, dass egal welche Strecke ich laufe, ich immer ein Held in den Augen meiner Töchter bin - und das ist für mich das Einzige das zählt


Spontanität muss sorgfältig geplant werden!?

zuletzt bearbeitet 22.06.2016 12:48 | nach oben

#130

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 22.06.2016 13:16
von Ljus • 116 Beiträge

Ganz ehrlich, jeder der einen Lauf beginnt hat schon viel geleistet, er hat schließlich darauf hin trainiert und das ist schon viel.
Personen die meinen du läufst nur usw. sind die die ein Problem haben.

Sei stolz auf das was Du geleistet hast im Ziel und in der Vorbereitung auf den Lauf.
Ich muss ehrlich sein, ich habe das selber lange nicht erkannt.

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#131

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 22.06.2016 14:10
von Lena Schindler • 6 Beiträge

Also in unserer Gruppe waren von den 25-80 alle Strecken vertreten und wir alle waren stolz, dass wir es geschafft hatten (kein DNF trotz etlicher "Ersttäter"). Jeder hat doch auch seine Vorlieben- ich fühle mich auf "kürzeren" Distanzen einfach genötigt (von mir selbst) schneller zu laufen und das mag ich nicht, genau aus dem Grund laufen diese Strecken aber andere- weil sie ballern wollen...
Ist doch schön, wenn für jeden Geschmack was dabei ist und für die Speedtrailer ist im Saisonverlauf sowieso zu wenig geboten, da der Großteil der Events Ultras sind.
Für mich wars ein super Formcheck,ob ich die Cutoffs beim Chiemgauer schaffe und auch da laufe ich "nur" die 100km, nicht 100 Meilen...

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#132

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 22.06.2016 14:19
von zwiebacksäge • 436 Beiträge

ich glaub nicht, das sich bei der Olympiade ein 10000m Läufer dafür entschuldigt nicht den Marathon gelaufen zu sein...

Ultraläufe hingegen definieren sich eher über die Distanz, wesshalb wohl die meisten über die Distanz und nicht über die Zeit reden. Cut offs schaffen und dann noch bis ins Ziel kommen, Zeit (fast) egal.

Bei den Pros siehs das aber anders aus und vielen laufen gar nicht mal die 100 Meilen Distanz wettbewerbsmäßig (bestimmt nicht weil sie die nicht schaffenb würden) sondern arbeiten sich langsam hoch, dann aber auch ganz klar mit dem Ziel über große Distanzen Bestzeiten zu laufen.

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#133

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 22.06.2016 15:04
von Neckarine • 798 Beiträge

Der Zieleinlauf, der bei mir die größten Emotionen, den größten Stolz auf meine Leistung und wo Tränen flossen war der Basetrail 2013. Selbst der Supertrail ein Jahr später, mein erster Ultra (der lief wie am Schnürchen) konnte dem nicht das Wasser reichen.
Ich werde diesen Zieleinlauf und den Weg dorthin, die Erlebnisse dabei niemals mehr vergessen.


Wer aufhört besser zu werden hat aufgehört gut zu sein (E. Mörike)

http://trailrennerei.wordpress.com/
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#134

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 22.06.2016 22:23
von schnellejugend • 865 Beiträge

Zitat von dermitdemhut im Beitrag #128
So fühl ich mich auch. Als hätte ich nix geleistet... Ich hab am Wochenende gefühlt hundert mal gehört "ach du läufst nur den BXL?",


Womöglich sagt das mehr über dich als über andere und die Veranstaltung aus.


Die Veranstaltung und der Thread heißt "ZUT", ein "nur" bei den kürzeren Strecken ist stinknormaler Sprachgebrauch. Auch da denke ich, wenn ich vor allem "nur" heraushöre oder -lese ist das vor allem mein Problem.


Offheim - trailfreie Zone.
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#135

RE: Zugspitz Ultratrail 2016

in Rennberichte 23.06.2016 07:23
von Tierdoc • 152 Beiträge

war in den letzten Jahren bei vielen Lauf- und Mountainbikerennen dabei; das beschriebene (absolut kindische) Getue - wer welche Strecke in welcher Zeit absolviert hat - ist mir noch nie aufgefallen; möglicherweise zeugt diese selektive Wahrnehmung von mangelndem Selbstvertrauen?! Wobei mir schon vorkommt, dass die Streckenlänge indirekt proportional zur "Lockerheit" der Sportler ist.

Toni


www.team-wieshof.at
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