#1

La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 04.01.2018 11:32
von zwiebacksäge • 516 Beiträge

Nach meinem letzten Abstecher nach Teneriffa musste ich gleich nochmal Nachschlag holen und bin nach Weihnachten für eine Woche nach La Palma. Das Ziel war einen schönen Urlaub zu verbringen, mich auf den TGC Advanced vorzubereiten und zugleich mal die Strecke des Transvulcania zu erkunden, zu dem ich mich kurzentschlossen angemeldet hatte.
Direkt vorweg, es war wieder ein fantastisch guter Urlaub, die Kanaren sind absulute Spitze. Genau so beeindruckt von der Insel war ich auch eingeschüchtert von der Strecke. Sind zwar "nur" 74km aber dafür hammerhart, nach meiner Einschätzung zumindest.

Eine Unterkunft hatte ich nördlich von Los Llanos, in einem so ziemlich letzen Häuser der Ansiedlung, waren aber nur ca 2km bis zum Ortskern und mit einem gigantischen Blick über die Stadt und das Meer, so wie man es manchmal in Urlaubskatalogen sieht.


Die Streckenerkundung habe ich in dre Sektoren geteilt, die ich auch ohne Auto gut managen konnte. Andere Abschnitte gingen halt diesmal nicht. Die Busverbindungen auf der Insel sind im übrigen sehr gut. Man kommt aber nicht überall hin.

1) Startabschnitt, von los Canarios bis ca Strecken km 31 am Reventon Pass und dann nach Los Llanos zuück, insgesamt ca 35km mit 1700Hm
2) Downhill, Roque de los Muchachos, von der Rastsätte einmal rauf und wieder runter, auch so 35km mit 2300Hm
3) Zielpassage, vom Quartier aus nach Los Llanos, zum El Time über die kleinen Trails und dann auf der Rennstrecke nach Tasacorte und Los Llanos, so 17km mit 1000Hm

Angefangen und zur Aklimatisierung gabs die "Zielpassage". Der Canyon und der Blick auf die gegenüberliegende Wand El Time ist schon beeindruckend und es geht recht zackig rauf und runter.
Schon bei der ersten Rund war klar, das trotz der niederigen Lufttemperatur (so 22-23°) Hitze eine der großen Herausforderungen sein wird. Die Sonne war sehr intensiv.
Die zwei Höhepunkte der Strecke sind ohne Zweifel der echt spektakuläre Abschnit nach Tasacorte die Klippe runter. Teils technisch recht anspruchsvoll aber doch gut machbar. Die Strecke durch das Flussbett war mir zunächst nicht ganz geheuer. Wusste nicht ob man da außerhalb des Rennens überhaupt laufen darf. War froh mich dazu entschlossen zu haben hat schon was spezielles sich durch die ausgewaschenen Passagen zu schlängeln.




Am nächsten Tag gings dann rauf zum Rocque. Bin mit dem Bus zur Raststätte nahe am El Time gefahren und von da gings dann los. Wieder gehts durch wunderschöne Natur später, so beim Torre de Time Wachturm wirds waldig und zunehmend verblockt auf den Wegen, was bereits im Aufstieg forderte. An diesem Tag waren einige Steinpassagen, die im Schatten lagen noch feucht und dadurch nochmal extra rutschig. Der anstieg zieht sich mächtig über die besagten 17km rauf zum Roque. Manchmal erinnerten mich einige Sektionen ein bischen an die Alpen. Weiter oben wird das Terain wieder sehr gut laufbar und der Blick geht in die Weite. Endlich und nach 4h oben angekommen bietet sich ein unvergleichlicher Blick in das riesige Kraterrund der Insel. Ich bin froh, mir das alles in Ruhe anschauen zu können, wenn man im Rennen dafür nicht mehr so den Blick hat weil zu erschöpft oder im Stress.
Im Aufstieg hab ich schon mehrfach mit Schrecken an den Downhill gedacht und vor allem wie das wohl ausgehen würde wenn ich mal richtig angeknockt da ankomme und den Berg runter müsste. Im oberen Teil gehts ja noch aber je weiter man nach unten kommt, desto öfter gibt es diese total heftigen, technisch mörderischen Wegabschnitte. Mir fiel es zugegebenermaßen teils sogar schwer da nur runter zu gehen, geschweige zu rennen. Mit ner breiten Birne und zuwenig getrunken dann nochmal genug Konzentration zu finden um da heil runter zu kommen wird eine extreme Herausforderung. Nicht mit Vollgas, aber gefühlt zumindest recht schnell hab ich selbst runter zur Raststätte noch 2h gebraucht. Die schnellen Läufer haben den Sektor (zwar nur bis Torre de Time, ca 4km kürzer) in etwas weniger als der Hälfte der Zeit geschafft, nach 50km Rennen! Für mich total unvorstellbar wie das geht. Eine unglaubliche Leistung. Da hat mich die Strecke echt ein bischen geschockt. Hab zwar schon gehört, das Technik gefragt ist, aber in welch krassem Ausmaß war mir überhaupt nicht klar.




Am darauf folgenden Tag hab ich erstmal die Füsse hochgelegt. Die Lauferei hat mich schon gefordert und hinzu kahmen noch wenig Schlaf durch den Aufbruch zum Flughafen um 4:00 morgens und dann auch wenig schlaf in den ersten Nächten. Ist ja Urlaub, also immer mal locker bleiben.

Ursprünglich hatte ich den Startabschnit für den nächsten Tag geplant, aber der Grat war immer noch vollkommen in den Wolken wie an der bisherigen Tagen. Morgen sollte es besser werden. Daher hab ich nur nochmal den Zielabschnitt abgelaufen, nur diesmal auf Zeit, als Trainingseinheit.

Dann ging es an den Startabschnitt. Mit dem Bus nach Los Canarios. Den allerersten Teil vom Hafen rauf hab ich mir geschenkt, da ich dann nochmal umsteigen müsste aber auch um mich nicht zu überfordern. Bis zu meinem Tagsziel sind es immer noch 35km mit diesmal 1700Hm. Die Strecke folgt dem Rennen von km 7 bis 31. Mir war nicht klar wie die Strecke sich darstellen würde, da auf der Hinfahrt aus dem Bus nichts davon zu sehen war und ja an allen vorherigen Tagen der Bergrücken in den Wolken lag. Heute war es komplet klar und ich dacht schon an eine heftige Hitzeschlacht. Zu Beginn war das auch sicherlich so. Kaum Wind, die Sonne knallt vom Himmel und das Vulkangestein speichert gut die Wärme (ist mir natürlich immer noch viel lieber als jetzt in Deutschland zu sein...). Ist man aus dem lichten Kiefernwäldchen raus geht es rasch rauf zu den Vulkanen und nahezu alle Vegetation verschwindet. Unvergessliche Bilder. Fernblick nach Teneriffa und Gomera. Bis zum San Martin war die Wegbeschaffenhait noch.. na sagen wir mal OK. der kurze knackige Anstieg auf den Gipfel des San Martin ist dann allerdings moralzerfetzend. Ordentlich steil und wie Treibsand. Ein Schritt rauf und es geht zwei Schritt wieder runter. Laut meiner Uhr habe ich auf dem km mit dem San Martin 3 mal sowviel Arbeit verrichtet wie durchschnittlich auf nem km und das, obwohl der Aufstieg nur so um die 300m sind. Wenn man da in einer Gruppe unterwegs ist und somit der ganz Hang im Abrutschen begriffen ist wird das ein Killer. Vieleicht gehts mit Stöcken ein bischen besser, hatte ich aber für die Reise nicht mitgenommen, da ich nur mit Handgepäck unterwegs war. Ich weis nicht ob ich auch nur für diesen Abschnitt Stöcke mitnehmen würde. Alles andere ging ohne sehr gut. Muss ich mal im Mai probieren. Auf sehr steilen Anstiegen sehe ich schon Vorteile mit Stöcken würd aber aufgrund der bisherigen Erfahrungen eher darauf verzichten und mir die 300gr sparen (immerhin so 4h Futter). Als es dann hinter Deseada nach Pilar weiterging, war das Gröbste für den Tag überstanden. Einige Downhillabschnitte von den Vulkanen runter hatten es auch ganz schön in sich. Glaubte bis dato eigentlich ganz gut Downhills laufen zu können, muss das aber grundsätzlich in Frage stellen, so bescheuert, wie ich mich da manchmal angestellt habe. Die Rechenkapazität meines Autopiloten war viel zu früh am Ende und ich konnte nicht schnell genug einen Pfad auf der Strecke routen wie ich ihn locker hätte laufen können.
Die weichen, flüssigen Passagen um Pilar waren nach den Vukanen ein läuferischer Hochgenuss und dazu immer diese wunderbare Natur um einen herum. Im Wald fühl ich mich auch gleich viel mehr geborgen, im Gegensatz zu den sehr schroffen Vulkanen, die natürlich genau uas diesem Grund einzigartig sind.
Hinter Pilar ging es auf einem Forstweg und dem teils parallel dazu verlaufenem Trail zum Raventon Pass, an dem ich talwärts von der Rennstrecke abgebogen bin um zum Besucherzentrum und schießlich in Los Llanos anzukommen. War wiedermal ganz schön anstrengend. Die Hitze war letztendlich doch kein wirkliches Problem, da die Sonne zwar intensiv war aber immmer eine recht erfrischde Brise wehte.



Zum Abschluss des Urlaubs gings nochmal runter nach Tasacorte, die Füsse ins Meer stecken, die doch ganz ordentlich in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Insgesamt bin ich in der Woche knap 120km rumgetrabt und ein paar Höhenmeter waren auch dabei. Schon nach dem ersten Tag hatte ich mir aus purer Dummheit auf den Innenseiten der Zehen Blasen gelaufen. Hatte zuvor Hornhaut nicht entfernt und durch die Bewegung über den sehr unregelmäßigen Untergrund gabs dann darunter Blasen. Sowas hat man nicht, wenn man überwiegend auf der Strasse für einen Halbmaraton trainiert. Wecome back to the Trails!



Nun, was lehrt mir all das?
-Die Strecke flößt mir den allerhöchsten Respekt ein. Der Madeira Advanced war zwar länger und sogar mit mehr Höhenmetern aber weit weniger technisch. Davor hab ich die größten Manschetten.
-Die Schuhwahl muss auf Modelle fallen, die wie an den Fuss geklebt sind und damit eine Einheit bilden, sonst sind die Downhills noch gefährlicher. Obermaterial sollte daher steif sein.
-Werde gegen meinen Gewohnheit eine Baseballcap mitnehmen um einen gewissen Schutz vor der blendenden Sonne zu haben, die auch noch zusätzlich vom Meer reflektiert wird.
-Hab über (leichte) Gamaschen nachgedacht. Hatte aber eigentlich keine Probleme mit Steinen im Schuh.
-Stöcke muss ich mal in der Mai Woche probieren. Nach heutigem Stand werd ich aber eher keine mitnehmen.
-Traininggsmäßig will ich noch am Volumen arbeiten und will dann die Fitnessstudio Sessions (Laufband) für Bergintervalle nutzen, das kann ich in der Woche sonst kaum erledigen.

Unterkunft und Flüge hab ich schon gebucht.
Tips zum Lauf, was Material, Training oder auch die Abschnitte betrifft, die ich nicht checken konnte, sind natürlich immer wilkommen.

Jetzt sitz ich erstmal wieder zuhause. Bei Ankunft am Flughafen setzt prompt Regen ein, 4° und windig. Am nächsten Tag ist es dermaßen stürmisch, das es gar gefährlich ist das Haus zu verlassen. Die Strassenwacht im Dauereinsatz um die Bäume wezuraäumen. Glaub sowas hab ich noch nicht erlebt. Heute dann ganz anders: Schwere Regenfälle mit bis zu 60l/h sind angesagt. Echt super hier, hab glaube ich die letzten Tage nichts verpasst...|addpics|403-2n-4bdd.jpg-invaddpicsinvv,403-2o-b7c6.jpg-invaddpicsinvv,403-2p-d54f.jpg-invaddpicsinvv,403-2q-bd06.jpg-invaddpicsinvv,403-2r-850d.jpg-invaddpicsinvv,403-2s-3ae2.jpg-invaddpicsinvv,403-2t-55c3.jpg-invaddpicsinvv,403-2u-8766.jpg-invaddpicsinvv,403-2v-8d5e.jpg-invaddpicsinvv,403-2w-264a.jpg-invaddpicsinvv,403-2x-b0eb.jpg-invaddpicsinvv,403-2y-941c.jpg-invaddpicsinvv,403-30-784c.jpg-invaddpicsinvv,403-31-978a.jpg-invaddpicsinvv,403-32-f2bd.jpg-invaddpicsinvv,403-33-2b04.jpg-invaddpicsinvv,403-34-d5f5.jpg-invaddpicsinvv,403-35-1528.jpg-invaddpicsinvv,403-36-467d.jpg-invaddpicsinvv,403-37-d627.jpg-invaddpicsinvv,403-38-1f5c.jpg-invaddpicsinvv,403-39-22d5.jpg-invaddpicsinvv,403-3a-72c1.jpg-invaddpicsinvv,403-3b-94f3.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

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#2

RE: La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 04.01.2018 20:55
von Michael Arend • 73 Beiträge

Ist mir ein bisschen zu lang zum lesen, aber wenn du konkrete Fragen zum Lauf hast, stehe ich gerne zu Verfügung.
Gruß
Micha

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#3

RE: La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 05.01.2018 15:01
von Tierdoc • 170 Beiträge

meine Tips:
-am Donnerstag den Vertical K (Einzelstart in Tazacorte) als Zuschauer besuchen (Stimmung wie bei der Tour de France)
-sich bei der Startaufstellung relativ weit vorn einordnen (Staugefahr bis zur VP1)
-kann nicht oft genug wiederholt werden: so laufen, das man noch fit am Roque ankommt - der finale Downhill hat schon die Besten
"gekillt".
-leichte Gamaschen und Stöcke (können am Roque abgegeben werden) würde ich wieder mitnehmen

Viel Spass - ist ein extrem lässiger Event!

Toni


www.team-wieshof.at
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#4

RE: La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 05.01.2018 18:34
von zwiebacksäge • 516 Beiträge

hab geplant schon am Dienstag vor Ort zu sein und den vertcal K werd ich mir da nicht entgehen lassen. Wird mit Sicherheit beeindruckend.

Was mich am meisten beschäftig sind die Punkte:

-Wie überlebe ich den Downhill, was kann ich noch zur Vorbereitung auf die extrem technischen Abschitte machen. Schnell über diese verblockten Abschnitte zu kommen wirft noch Rätsel auf. Da felht mir wohl einfach die Erfahrung und Übung. Gehts einfach nur runter hab ich normalerweise kein Problem und kanns laufen lassen.

-Ändert sich die Steckenbeschaffenheit von Jahr zu Jahr? Bei meiner Besichtigung fand ich eigentlich nur den Weg rauf zum San Martin heftig in Sachen Geröll/Rutschen. In den Rennberichten ließt man jedoch von deutlich mehr üblen Wegen, daher frag ich mich ob die Verhältnisse sich ändern.

-Damit verbunden: Schuhwahl. Was hat beu Euch funktioniert? Ich lauf eigentlich immer am liebsten mit dem mindest erforderlichen Profil

-Stöcke (mit Körbchen) ja/nein - vor allem was die Traktion betrifft

-Bestückung der Verpflegungsstationen. Hab mir dazu schonmal die Videos im Netz angeschaut und die Auswahl schein reichlich und vielfältig. Gerade Verpflegung ist bei mir kritisch und ich würd kein Risiko eingehen und im Fall des Falles mein Futter selbst mitnehmen.

Ich denk zu den letzten Punkten muss ich selbst die Antwort finden aber Eure Erfahrungen helfen sicherlich.

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#5

RE: La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 05.01.2018 20:03
von zwiebacksäge • 516 Beiträge

hab mir gerade nochmal die 2018er Strecke angeschaut und festgestellt, das es garnicht auf den Gipfel des V San Martin geht, sondern westlich vorbei. Also die Sorgen sind schonmal aus dem Weg.
Auch hab ich wohl noch eine Ehrenrunde über den "falschen" Deseada gedreht, auf dem Weg zum "richtigen" nochmal rüber zum anderen Gipfel. Hab mich schon gewundert wie da eine Verpflegungsstelle eingerichtet werden sollte.
War navigationsmäßig nicht ganz bei der Sache.

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#6

RE: La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 05.01.2018 21:13
von Michael Arend • 73 Beiträge

Hey zu deinen Fragen:

Der Downhill ist technisch, aber nicht höllisch schwer, das Problem ist eher dahin zu kommen. Verblockt ist es eigentlich kaum.

Stöcke machen Sinn, aber keine mit “Körbchen”

Vom Profil geht jeder Trailschuh. Im Sand rutscht man eh leicht und nach Volcano Martin braucht du fast kein Profil mehr.

Verpflegung kann ich nicht viel zu sagen, habe ich nicht genutzt, sah aber üblich aus.

Das schwierigste ist sicher das Pacing.

Gruß

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#7

RE: La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 05.01.2018 21:43
von zwiebacksäge • 516 Beiträge

eben das Technische macht mir Kopfzerbrechen, nicht so sehr die Länge. Sieht am Renntag vieleicht anders aus. Hab mir auch mal Deine 2017er Splits angeschaut, im Downhill auf Siegerniveau (!), und da würd ich sehr gerne mal daneben stehen wenns in den schwierigen Passagen den Berg runtergeht.

Weis nicht ob Körbchen das richtige Wort ist, aber ich dachte an die Teller, die unten an die Stöcke kommen um die Flächenbelastung zu senken. Vermute mal, das nur die Spitzen alleine einfach im Schotter versinken.

Ich Sachen Pacing bin ich mit einem Stryde unterwegs, hat zumindest bei nicht Ultras super funktioniert, weil ich ja ziemlich genau aufgrund der Trainingsdaten weis, wie weit ich gehen kann und wann ich zuweit gehe. Find das fast unfair so ein Teil zu nutzen. Dennoch, über eine so lange Distanz kann viel schiefgehen und ich kann u.U das theoretisch Mögliche nicht schaffen. Ist dann aber auch OK wenn ich weis woran es liegt.

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#8

RE: La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 05.01.2018 22:15
von Michael Arend • 73 Beiträge

Teller brauchst du trotzdem nicht. Das Problem ist nicht das technische an sich, sondern nach 51km über 2500hm konzentriert zu bleiben, das ist mir auch nicht gut gelungen. Hab ja ein Downhill Video auf YouTube gemacht. Mehr als trainieren geht nicht.

https://m.youtube.com/watch?t=124s&v=dTvYcyaaCjw

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#9

RE: La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 06.01.2018 19:54
von zwiebacksäge • 516 Beiträge

Werd die Stecken im Mai vorab probieren und dann entscheiden.

Die Situation nach 51km noch voll da zu sein habe ich auch als kritisch gesehen und daher ja auch den Test gemacht zunächst die 2200hm rauf und direkt danach wieder den Downhill runter zu laufen. Das ist sicher immer noch eine sehr optimistische Ausgangsposition aber zumindest gibts schomal ein Gefühl dafür was passsiert. Vom Roque bis zur Rastsätte hab ich so 2h gebraucht und dann nochmal knapp 20min bis Tasacorte. Ist halt nur halb so schnell wie es offenbar geht und ich kann nicht so wirklich begreifen wie es da doppelt so schnell runtergeht. Größen Respekt!
Super wäre es, wenn jemandem Strecken einfallen, die abwärts änlich anspruchsvoll sind wie auf La Palma. Ideal irgendwo im Einflugbereich von Stuttgart. Irgendwas in den Alpen gibts doch bestimmt. Die Ecken im Großbereich Oberstdorf - Füssen kenn ich teils sehr gut, falls es da was schneefreies gibt, vor Mai.

An diejenigen, die schon mehrmals da waren, waren die Streckenbedingungen (mehr/weniger Sand) in etwar gleich oder ändert sich das? Mir erschien das nicht ganz so dramatisch wie manchmal geschildert, daher die Frage.

Video kannte ich natürlich schon. Am Umsetzten arbeite ich. Vielen Dank dafür Deine Wissen mit großer Offenheit mit der Gemeinschaft zu teilen. Find die Videos super. Sehr klar und direkt zum Punkt - wie ich das damals auch noch als letzter W18er Jahrgang beim Bund genießen durfte .

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#10

RE: La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 06.01.2018 21:17
von Michael Arend • 73 Beiträge

Hehe Danke,
War erst 2x beim TV, beides mal waren die Bedingungen gleich. Glaube nicht, dass sich da was ändert.

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#11

RE: La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 16.01.2018 21:13
von Rupi • 1.042 Beiträge

Noch ein paar Imputs von mir, ebenfalls 2 mal schon dort gewesen und dieses Jahr wieder:
- Gamaschen sind auf jedenfall sinnvoll, aber helfen nicht gegen den feinen Sand der durch das Mesh reinkricht.
Ich habe bei meinem zweiten mal beim am Roque vorm Downhill die Socken gewechselt, werde ich sicher wieder machen.

- Schuhe wie schon mehrmals erwähnt, geht alles mit ein bisschen Profil und solider Dämpfung. Bin zweimal problemlos mit dem Salomon Sense Pro gelaufen. Heuer wirds entweder der Ride oder der Slab Sense sein, eventuell auch der Saucony Peregrin.

- Stöcke würde ich empfehlen wenn man damit laufen kann und Erfahrung hat. Wenn ich mich richtig erinnert darf man aber erst ab der ersten Verpflegung damit laufen. Das heißt bis dahin müssen sie verstaut sein!

- Nochwas dass eventuell interessant sein könnte: La Palma hat einen der "klarsten Himmel" weltweit, darum auch die vielen Teleskope usw. Sollte man Probleme mit den Augen bei langer starker Sonneneinstrahlung haben, unbedingt eine gute Sonnenbrille mitnehmen.


agressive Downhillsau
©Gripmaster


Running is my Church.

zuletzt bearbeitet 16.01.2018 21:18 | nach oben

#12

RE: La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 17.01.2018 13:44
von zwiebacksäge • 516 Beiträge

super, schonmal einer mehr, der aus dem Forum dort unterwegs ist!

Werd mir mla ein paar Gamaschen an einen Schuh nähen und probieren wie das hält. Hatte auch eher daran gedach mich gegen die kleinen Steinchen zu schützen. Der Staub kommt sicher immer rein.

in Sachen schuhe habe ich auch an die S-labs gedacht. Die neuren Modelle haben ja sogar etwas mehr Profil, das dann sicher ausreichen wird.

Hab mir das Relement angeschaut und, wenn ich mich nicht irre oder verwechsle, sind Stöcke auf den ersten 2km nicht erlaubt. Meine Erfahrung aus anderen Rennen lehrt mich nur leider, das sich viele Leute nicht daran halten und teil wild mit den Dinger herumrudern.

Die Blendwirkung der Sonne ist mir auch sofort aufgefallen. Gerade auf dem Weg runter vom Rocque laüft man fast direkt in Richtung Sonne. Will geren Sonnenbrille vermeiden und zum ersten Mal mit ner Capy laufen. Ich glaub das auch die Haut einen ordentlichen Schutz benötigt, da man fast die gesamte Strecke lang zudem auch noch über 1500Hm unterwegs ist.

Der (zeitliche) Abstand zwischen den Verpflegungen könnte auch die geforderten 1.5L Flüssigkeit - oder gar mehr - erfordern. Sind zumindest für mich Abschnitte mit >1h dabei.

Bei den Stöcken bin ich noch nicht schlüssig und will die zuvor noch testen. Zwar wäre ein Benefit bei Traktionsgrenzen durch den Sand aber das eigentliche Limit ist eher mein Kreislauf. klar, die Stöcke entlasten die Beine aber ich hab sie dann auch die gesamte Strecke dabei, was ich nicht so toll finde.

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#13

RE: La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 17.01.2018 20:42
von Rupi • 1.042 Beiträge

Zitat von zwiebacksäge im Beitrag #12

Hab mir das Relement angeschaut und, wenn ich mich nicht irre oder verwechsle, sind Stöcke auf den ersten 2km nicht erlaubt. Meine Erfahrung aus anderen Rennen lehrt mich nur leider, das sich viele Leute nicht daran halten und teil wild mit den Dinger herumrudern.



Also 2017 wars anscheinend wie auch 2016 so, dass du bei V1 in Los Canarios ~7km erst die Stöcke auspacken durftetst.
Dieses Jahr im Reglement finde ich nichts darüber, dafür dürfte in der spanischen die fast doppelt solange ist wie die englische auf das eingehen:
En las modalidades de Ultra y Mediamaratón, el uso de bastones está prohibido en los primeros 7,03 kms de la
carrera, hasta el Avituallamiento de Los Canarios. Los corredores pueden portar en su mochila u otro sistema de
sujeción los bastones, pero no pueden llevar en sus manos los mismos en este primer tramo de la carrera.

Lt. Google Translator soll dass in etwa heißen, dass ab V1 Stöcke verwendet werden dürfen.


agressive Downhillsau
©Gripmaster


Running is my Church.

zuletzt bearbeitet 17.01.2018 20:43 | nach oben

#14

RE: La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 18.01.2018 10:05
von TBolt • 10 Beiträge

Und - zumindest letztes Jahr war es so - konnte man am Roques (also vor Beginn des langen Abstiegs) Ausrüstung abgeben. zB eben auch die Stöcke. Ich habs nicht gemacht & war sehr froh über diese Entscheidung.

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#15

RE: La Palma und der Transvulcania 2018

in Rennberichte 18.01.2018 11:13
von zwiebacksäge • 516 Beiträge

Richtig, stimmt beides. Hab das Reglement verwechselt. Trotzdem komisch, das die Stöckebeschränkung nur in der spanischen Version auftaucht.

Stöcke ja/nein weis ich noch nicht.

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