#1

Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 14.08.2012 15:19
von Ultra-Habicht • 9 Beiträge

Habe gestern den Bericht im Magazin zum Irontrail gelesen. War echt enttäuscht und habe mich deshalb ne ganze Weile damit beschäftigt. Das ist das Ergebnis: http://www.laufkultur.de/homepage/Grunds...ml#Trailmagazin

Lieg ich damit falsch?

Der Ultra-Habicht

nach oben

#2

RE: Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 14.08.2012 15:41
von cosmopolli • 240 Beiträge

Ging mir genauso, als ich den Bericht las und direkt im Anschluss daran die Werbung vom Veranstalter bzw. Hauptsponsor sah.

Nö, m.M.n. liegst du damit richtig.


on the way to chamonix

nach oben

#3

RE: Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 14.08.2012 20:58
von Alpinrönner • 232 Beiträge

http://www.youtube.com/watch?v=JvhQ9HjFM8k

Noch ein bisschen Anschauungsmaterial. Ich weiss ja nicht ob das bei solchen Distanzen normal ist, aber sie scheinen sehr wenig Bilder von laufenden Teilnehmern gefunden zu haben.


Alles unter 2000 Höhenmeter ist Ruhetag!!! ;-)

nach oben

#4

RE: Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 14.08.2012 21:10
von Ultra-Habicht • 9 Beiträge

Ich kenne auch nur sehr weniger Läufer, die in der Lage sind, 9000 alpine Höhenmeter zu laufen. Ich hatte schon öfter die Gelegenheit, die Führenden beim K78 auf den letzten Metern zur Keschhütte zu erleben. Selbst der noch immer aktuelle Streckenrekordhalter Mursin kam damals "nur" in langen Schritten daher...

Von Ultratrail-Benchmark Kilian Jornet hingegen sieht man fast ausschließlich Bilder mit Laufschritt selbst im steilen Gelände.

nach oben

#5

RE: Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 14.08.2012 21:21
von Alpinrönner • 232 Beiträge

Das man die steilen Anstieg nicht (durch)läuft kann ich mir schon vorstellen. Aber wenn man den ganzen Film schaut gibts auch flache Stellen die von mehreren Leuten gegangen wurden.

Es gibt aber auch ein Video mit Kilian in dem er erklärt, dass er geht sobald er gleich schnell ist wie wenn er laufen würde.

Naja egal, hat nix mit dem Thema zu tun.


Alles unter 2000 Höhenmeter ist Ruhetag!!! ;-)

nach oben

#6

RE: Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 14.08.2012 22:17
von Rupi • 1.015 Beiträge

Zitat
Ich weiss ja nicht ob das bei solchen Distanzen normal ist, aber sie scheinen sehr wenig Bilder von laufenden Teilnehmern gefunden zu haben.



Ich würde sagen dass ist für einen Großteil der Teilnehmer bei diesen Distanzen normal, dass nicht durchgelaufen wird.

Und nicht erschrecken, es gibt sogar nicht so wenige Leute die sich mal einige Zeit in den Verpflegungsstellen hinlegen oder zumindest eine Zeit lang hinsetzen.


agressive Downhillsau
©Gripmaster


Running is my Church.

zuletzt bearbeitet 14.08.2012 22:19 | nach oben

#7

RE: Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 15.08.2012 13:13
von TriTo • 1.287 Beiträge

Ja, die Formulierungen hinsichtlich der In-time-finishing-Möglichkeiten der *HobbyAthleten* klingen schon etwas einseitig.
Unterstellt man die Richtigkeit der Hochrechnungen des Links oben.....ich glaube die jetzt einfach mal....dann wären diese Statements eher unangebracht......aber wahrscheinlich ergebnisorientiert formuliert, denn Denis hat NIE einen Hehl daraus gemacht, wie geil die Gegend und die Strecken sind/oder er diese findet :-)
Über 54 oder 56 h oder 3200 oder 3022 Meter rege ich mich persönlich nicht auf :-)
Insgesamt erkennt man schon sehr den Wunsch nach einer zweiten Chance.
Immerhin konnte zwei EliteLäufer sich kritisch zum Abbruch äußern! Die Äußerungen des *HobbyAthleten* wenig aussagekräftig....immerhin schien er ob des Wetters NICHT verzweifelt gewesen zu sein.

Mein Fazit (als Außenstehender!):
Kritischer Journalismus sollte immer möglich sein, denn er ist wichtig.
Der Veranstalter allein entscheidet über einen Abbruch.
Diverse Probleme (Orga, Strecken, Verpflegung, Markierungen und evtl Kontrolle der Ausrüstung, ...) könnten zu der Abbruchentscheidung beigetragen haben.......das Wetter war wohl nicht DEFINITIV ZU SCHLIMM....
Teilnehmer sollten einen adäquaten Leistungsnachweis erbringen (Finish eines 100K oder so)


...nice to read you...

Greetz TriTo

....life's a trail!

nach oben

#8

RE: Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 15.08.2012 13:33
von cosmopolli • 240 Beiträge

Beim ersten UTMB 2003 kamen 10% der Starter ins Ziel - mir wäre nicht bekannt, dass den anderen 90% vermittelt wurde, sie seien fehl am Platz...


on the way to chamonix

nach oben

#9

RE: Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 21.08.2012 12:01
von Tekatsch • 7 Beiträge

Hallo Ultra-Habicht,
sehr gute, lesenswerte Analyse - vielen Dank! Ich erfuhr vom Abbruch des Irontrail durch andere Laeufer, waehrend ich selbst auf den 4Trails unterwegs war. Hatte daher den Text im Trail-Magazin mit Spannung erwartet und war enttaeuscht. Dieser Text wird dem Anspruch des Magazins nicht gerecht, das sehe ich auch so. Ich hoffe, es ist ein Ausrutscher. (N.B. Wuerde mir fuer das Heft in der Zukunft allerdings auch bessere Korrekturleser wuenschen, fuer ein Printmagazin hat es arg viele sprachliche Fehler....) Werde dem Trail-Magazin dennoch auf absehbare Zeit die Treue halten.
Gruesse, Anke

nach oben

#10

RE: Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 22.08.2012 23:41
von bloodlet • 173 Beiträge

Liebe Leute,
ich kann es nur wieder holen: meine Bericht über IT in TRAIL war kein Ausrutscher.
Es ist schade, wenn Leser enttäuscht sind, aber genau so denke ich darüber - ich war vor Ort und hatte viel, viel Zeit mir die Sache anzusehen...es ist KEIN BERICHT aus der Distanz!
Schiebt nicht alles auf die Veranstalter - prüft euch zukünftig selbst und kritisch, wenn es um solche extremen Läufe geht.
LG denis

nach oben

#11

RE: Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 22.08.2012 23:47
von bloodlet • 173 Beiträge

im Übrigen ist es absolut richtig - vermutlich wäre der Lauf auch für mich eine Nummer zu gross gewesen!

nach oben

#12

RE: Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 22.08.2012 23:54
von bloodlet • 173 Beiträge

Lieber Ultra Habicht, ich habe den Bericht natürlich gelesen und ich kann DEINE Hochrechnung so wenig nachvollziehen, wie du die meine...bleib uns als Leser gewogen. Ich will mit dem Bericht doch niemand auf die Füsse treten. Es ist eben so wie ich die Sache dort gesehen habe.

nach oben

#13

RE: Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 23.08.2012 00:38
von bloodlet • 173 Beiträge

Auch interresant - von Jörg. Nach unten scrollen zur Irontrail Kritik.

http://adventureracing.wordpress.com/

nach oben

#14

RE: Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 23.08.2012 08:20
von Ultra-Habicht • 9 Beiträge

Hey bloodlet,

mir ist klar, dass das kein Bericht aus der Distanz ist, warst ja vor Ort. Trotzdem war ich einfach enttäuscht.
Ich will auch nicht alles auf den Veranstalter schieben, ich fand zunächst mal die Behauptung "mit den meisten der 350 Starter" sehr wagemutig und habe dann eben ein wenig recherchiert. Und meine Zahlen sind belegbar. Sie stammen aus der rudimentären Ergebnisliste des SIT und dem UTMB 2009 (da 2010 und 2011 kein wirklich reguläres Rennen dort stattfand). Insofern sind sie auf alle Fälle nachzuvollziehen. Und es lässt auch anhand dieser Belege diskutieren, fangen wir an!

Der UTMB hatte das Glück, vor 10 Jahren abseits dieser medialen Aufmerksamkeit wie wir sie heute erleben, das erste Mal statt zu finden. Damals kam nur ein Bruchteil der Starter ins Ziel, von einer Schelte des Veranstalters an seine Teilnehmer habe ich nichts gelesen und ich habe vor meinem Start 2008 viel darüber gelesen, das kannst Du mir glauben.

Jörgs Statement habe ich auch gelesen. Ich schätze ihn sehr, weiß aber auch, dass er erst in diesem Jahr seinen Fokus auf die Trailszene gelegt hat.

Ich werde irgendwie das Gefühl nicht los, ihr betrachtet Langdistanztrails als ureigenes Spielfeld für leistungsorientierte Profiläufer. Zitat von Jörg: "Es ist nicht zielführend, ein Rennen mit 200 km Länge und 12000 negativen Höhenmetern zu organisieren und damit den Zielmarkt “Hobbyläufer” erreichen zu wollen."

Doch zum einen ist auch ein Trailer wie Adrian (2. zum Zeitpunkt des Abbruchs) kein Vollprofi, die gibts in der Trailszene praktisch gar nicht, weil es außer wenigen Sponsorengeldern kaum Geld zu verdienen gibt, also ist das Profitum einigen Wenigen vorbehalten, zum anderen ist auch ein 200 km Rennen eine Angelegenheit für "Hobbyläufer", zu denen auch ich mich zähle. Sollte dies vom Veranstalter nicht so gewünscht sein, dann ist das mit einer maximalen Zielzeit beim SIT mit 30 Stunden und entsprechenden Cut offs schnell reguliert, noch bevor es in die Nacht geht. Und dann gehört sich das auch im vorfeld klar kommuniziert. Doch es waren nunmal 56 Stunden Zeit, 10 mehr als beim UTMB bei knapp 40 km mehr Distanz.

Bei meinem Finish dort 2008 kamen rund 50% der 2300 gemeldeten Starter nicht ins Ziel. Ich finishte 20 Stunden nach dem Sieger und gut 5 1/2 Stunden vor dem Zielschluss. Wer denkt, ich wäre da einer der Letzten gewesen, irrt. Denn ich landete auf Platz 5xx also gerade noch in der vorderen Hälfte aller Klassierten und einer der besseren deutschen Starter.

Meine These ist vielmehr: Ultratrails sind genau was für Hobbyläufer. Ich stelle mir gerade belustigt vor, der UTMB würde ausschließlich von den knapp 50 bzw. 80 Läufern bestritten, die 2011 bzw. 2009/2008 unter 30 Stunden ins Ziel kamen. Immerhin hat man ihnen dafür ja rund 50 % mehr Zeit gegeben als dem Sieger. Kaum jemand würde sich dafür interessieren, kein Veranstalter wollte das organisieren. Von daher sollte man es sich 50 Mal überlegen, bevor man auf die "Hobbyläufer" einprügelt.

Das bedeutet nicht, dass Ultratrails eine Spielwiese für Lebensmüde werden sollen, aber ich denke, die Veranstalter tun gut daran, ihre Organisation (Verpflegung, Orientierung etc.) am überwiegenden Teil der Schwächeren auszurichten und nicht an den wenigen Eliteläufern. Ansonsen gebe ich ihnen eine durchweg überschaubare Halbwertszeit.

So long...
Der Ultra-Habicht

nach oben

#15

RE: Der Irontrail im Trailmagazin...

in Rennberichte 23.08.2012 10:59
von Alpinrönner • 232 Beiträge

Solche Events richten sich bei weitem nicht nur an Profiläufer. Die Fähigkeiten eines Läufers an seinen Geldeinnahmen zu messen ist sowieso nicht wirklich aussagekräftig ;-)
Aber es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen einem geübten Trailrunner und einem Einsteiger! . Ein 200 Kilometerrennen in den Alpen mit Durchschnittshöhe von über 2000 Metern ist definitv nichts für einen Anfänger. Und von denen hatte es eine Menge dort.

Klar gibt es immer ein erstes Mal... aber bevor man sich an einen solchen Event heranwagt, sollte man vielleicht schonmal irgendwas zwischen 100-150km in schwierigem Gelände gemacht haben. Es braucht mehr als nur die Fähigkeit 200 Kilometer zu laufen um ein Rennen wie den Irontrail zu finishen.


Alles unter 2000 Höhenmeter ist Ruhetag!!! ;-)

nach oben


Besucher
2 Mitglieder und 20 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Biene2
Forum Statistiken
Das Forum hat 3169 Themen und 31532 Beiträge.


disconnected Foren-Chat Mitglieder Online 2
Xobor Forum Software von Xobor